Feste Rendite oder Risiko? Welcher Veranlagungstyp sind Sie?

Kennen Sie Ihren Veranlagungstyp? Wenn nicht, sollten Sie ihn schleunigst bestimmen. Denn nur so gelingt es, Veranlagungsformen zu finden, mit denen Sie Ihre Sparziele zuverlässig erreichen. Für die Klassifizierung in Veranlagungstypen ist die individuelle Risikoneigung entscheidend. Berücksichtigen Sie dabei, dass sich die Risikoeinstellung im Laufe des Lebens meist ändert. Darüber hinaus ist sie von Faktoren wie Gesamtvermögen oder Familienstand abhängig. Grundsätzlich lassen sich die folgenden Veranlagungstypen unterscheiden.

Sicherheitsorientierte Veranlagungstypen

Diesen Sparern ist der Erhalt ihres investierten Geldes sehr wichtig. Sie gehen keine Risiken ein und bevorzugen vertraglich fest vereinbarte Renditen, deren Höhe über die gesamte Laufzeit des Engagements fixiert ist. Viele Pensionisten sind diesem Veranlagungstyp zuzuordnen, weil sie im Ruhestand über ihr Erspartes uneingeschränkt verfügen möchten. Auch junge Personen mit festem Sparziel, wie zum Beispiel die Anschaffung einer Immobilie, scheuen Risiken. Dabei sind sie sich durchaus des Zielkonflikts zwischen Sicherheit und Rentabilität bewusst und akzeptieren aus diesem Grunde auch einen vergleichsweise niedrigen Zinssatz. Für diesen Veranlagungstyp eignen sich Spareinlagen bei österreichischen Banken oder Sparkassen mit garantiertem Zins hervorragend. Problem: Die aktuell äußerst niedrigen Zinsen.

Ertrags- und wachstumsorientierte Veranlagungstypen

Wenn Sie bereit sind, für höhere Ertrags- beziehungsweise Wertsteigerungschancen ein begrenztes Risiko auf sich zu nehmen, sind Sie ein ertrags- und wachstumsorientierter Veranlagungstyp. Diese Investoren stufen sich grundsätzlich als vorsichtig ein und legen viel Wert darauf, den größten Teil ihres Sparvermögens auf jeden Fall zu erhalten. Einen gewissen Anteil des Gesamtinvestments legen sie jedoch chancen- und risikoreich an, um eine hohe Rendite beziehungsweise einen beachtlichen Wertzuwachs erzielen zu können. Für diese Veranlagungstypen ist es wichtig, eine ausgewogene Mischung ihres Anlageportfolios zu finden. Festverzinsliche Wertpapiere von Emittenten mit erstklassiger Bonität, wie zum Beispiel österreichische Staatsanleihen oder auch Fest- und Termingeldeinlagen, sind als Basis für die Veranlagung perfekt geeignet. Hinzu kommt eine Beimischung von Anlageformen mit größeren Schwankungsbreiten, insbesondere Anteile an bewährten Fonds sind empfehlenswert.

Bild: thinkstockphotos, iStock, shironosov

Spekulative Veranlagungstypen

Diese Veranlagungstypen zeichnen sich durch eine sehr große Risikobereitschaft aus. Sie möchten weit überdurchschnittliche Gewinne mit ihren Anlagen erzielen, auch auf die Gefahr hin, das investierte Kapital komplett zu verlieren. Viele junge Sparer, die ihr Geld schnell vermehren möchten, zählen zu diesem Typus. Zu ihrem Anforderungsprofil passen spekulative Anlagen, wie zum Beispiel die Aktien von Start-up-Unternehmen oder hochverzinsliche Anleihen von Emittenten mit eingeschränkter Bonität.