Kurzfristig, mittelfristig, langfristig – welche Strategie ist die beste?

Das eigentliche Ziel ist klar: Sie möchten, dass sich Ihr Vermögen vermehrt. Doch mit welcher Strategie kann dieses am einfachsten erreicht werden, und führt eine kurz- bis mittelfristige oder eher eine langfristige Strategie zum Erfolg? Erfahren Sie, worauf es bei der Entwicklung einer geeigneten Strategie für die Geldanlage ankommt.

Gäbe es nur Geldanlagen mit höchster Sicherheit, einer hervorragenden Rentabilität und einer ständigen Verfügbarkeit des angelegten Kapitals, würde sich die Frage nach der Anlagestrategie überhaupt nicht stellen. In der Praxis spricht man allerdings vom magischen Finanzdreieck – Geldanlagen, die Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit gleichermaßen versprechen, sind meist nicht seriös. Möchten Sie eine hohe Rendite erzielen, müssen Sie entweder ein hohes Risiko eingehen und/oder damit leben können, dass Sie über Ihr Geld über Jahre hinweg nicht verlustfrei verfügen können. Diese Problematik hat große Auswirkungen auf die Art Ihrer Strategie.

Kurz-, mittel- oder langfristig: Die verschiedenen Zeitfenster

Zunächst ist zu klären, was man unter einer kurz-, mittel- und langfristigen Geldanlage versteht. Dazu haben sich folgende groben Zeitfenster durchgesetzt:

  • kurzfristig: ein bis zwei Jahre,
  • mittelfristig: drei bis acht Jahre,
  • langfristig: länger als zehn Jahre.

Bei kurzfristigen Geldanlagen achten Sie auf eine schnelle Verfügbarkeit. Möchten Sie bei kurzfristigen Geldanlagen eine hohe Rendite erzielen, müssen Sie notgedrungen ein erhöhtes Risiko eingehen.

Eine mittelfristige Geldanlage sollte einen Kompromiss aus Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite darstellen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Bausparvertrag: Die Laufzeit beträgt mindestens sechs Jahre, ein verlustfreier Zugriff auf das Guthaben ist meist nicht oder nur mit Einschränkungen möglich und die Rendite ist eher gering. Dafür erhalten Sie mit der staatlichen Prämie und dem Darlehensanspruch zusätzliche Anreize.

Langfristige Geldanlagen zeichnen sich dadurch aus, auf sehr lange Zeit festgeschrieben zu sein – bei Altersvorsorgeprodukten sogar oft über mehrere Jahrzehnte hinweg. Das Risiko ist dabei meist äußerst gering, ebenso wie die Rendite. Über die vielen Jahre hinweg macht sich allerdings der Zinseszinseffekt bemerkbar, sodass trotz einer geringen Verzinsung dennoch eine stattliche Kapitalvermehrung entsteht.

Streuung ist die ideale Strategie

Die optimale Strategie hängt vom individuellen Risikobewusstsein und den persönlichen Vermögenszielen ab. Im besten Fall besteht die Strategie allerdings aus einer breiten Streuung des Vermögens in kurz-, mittel- und langfristige Geldanlagen, um jegliche Risiken möglichst gering zu halten.

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