Immobilien als Geldanlage: Chance oder Risiko?

2015 tut sich etwas an der Immobilienfront

In Deutschland erreichen die Aktien der Immobilienunternehmen aktuell ähnliche Höchststände wie vor der Krise. In Österreich sieht es anders aus. Heimische Immobilienaktien haben längst noch nicht den Substanzwert erreicht. Die Preise für Immobilien steigen nur langsam an. In Wien gelten Immobilien um rund 20 Prozent überbewertet. Durch die langsamen Preissteigerungen schließt sich diese Lücke in naher Zukunft. In anderen Teilen des Landes unterbieten die Preise den Wert. Aktien für Immobilien sind günstig zu haben, die Krise in Russland schafft weiteren Druck.

Skandale noch nicht vergessen?

Die Experten sind sich uneins, die Gründe für den schwachen Immobilienmarkt in Österreich zu benennen. Es scheint, die Skandalmeldungen, Tricksereien und weiters die Probleme im Osten haben die Anleger nachhaltig verunsichert. Anders als bei unseren Nachbarn fassen sie nur langsam wieder Vertrauen in den Immobilienmarkt. Dabei bietet dieser grundsätzlich eine gute Sicherheit. Schließlich steht dem investierten Kapital ein realer Wert entgegen.

Immobilien gehören in jedes Portfolio

Zurzeit ist ein guter Moment, um in Aktien ausgesuchter Immobilienunternehmen zu investieren. Die sich langsam erholenden Märkte bieten einen günstigen Einstiegsmoment bei langsam steigenden Kursen. Anleger haben die Wahl zwischen Spezialisten, die sich auf einen Bereich konzentrieren. Die Sparten Büro, Wohnen, Hotel und Shopping entwickeln sich gut. Andere Anbieter mischen die verschiedenen Sparten. Sie bieten mehr Sicherheit, der Anleger verzichtet dafür auf außergewöhnlich hohe Renditen.

Die selbst genutzte Immobilie

Konsumenten, die sich ihre eigenen vier Wände wünschen, finden aktuell interessante Angebote. In Wien entwickeln sich Kosten für gebrauchtes Wohneigentum moderat. Neubauten ziehen dagegen im Preis an. Im Umland sind Einfamilienhäuser gefragt und teuer. Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen dagegen stagnieren. Neu erbaute Eigentumswohnungen sind günstiger als in der Vergangenheit zu haben. Das aktuell höhere Risiko für Änderungen der Zinsen fängt die höhere Sicherheit beim Währungsrisiko wieder auf. Langfristig sind moderat steigende Preise zu erwarten.

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