Immobilienanlagen für private Anleger

Immobilien stellen eine sehr krisenfeste Anlageform dar, die das Kapital in schwierigen Zeiten wirksam schützt. Insbesondere sind Immobilienveranlagungen als Realwerte hervorragend geeignet, um langfristig ein inflationssicheres Vermögen aufzubauen. Private Anleger stehen dabei verschiedene Alternativen offen, um von dieser Veranlagungsform zu profitieren.

Zinshäuser und Immobilienfonds

Die Anschaffung eines Zinshauses ist für viele österreichische Anleger immer noch die klassische Form der Immobilienanlage. Doch dieses Investment erfordert einen hohen Kapitaleinsatz und wirft nur eine relativ moderate Rendite in Form von Mieteinnahmen ab. Darüber hinaus sind viele Zinshäuser nur schwer oder mit hohen Abschlägen wieder zu verkaufen, wenn Anleger das Engagement beenden möchten. In dieser Hinsicht besitzen offene Immobilienfonds erhebliche Vorteile, weil die Anteile fungibel sind und bereits für kleinere Beträge angeboten werden. Allerdings schmälern die hohen Verwaltungskosten die Rentabilität der offenen Fonds. Geschlossene Immobilienfonds erweisen sich als riskant, weil sie das Fondsvermögen lediglich in ein oder zwei Objekte investieren und so keine Diversifikation erreichen. Außerdem ist bei diesen Immobilienanlagen eine sehr lange Bindungsdauer von zehn bis fünfzehn Jahren erforderlich.

Österreichische Immobilienaktien bieten attraktive Einstiegschancen

Grundsätzlich besitzt die Anlage in Immobilienaktien den Vorteil, dass sie unkompliziert und im Gegensatz zum Unterhalt eines Zinshauses mit keinerlei Verwaltungsaufwand verbunden ist. Darüber hinaus haben Anleger die Möglichkeit, ihre Aktien jederzeit zu verkaufen und genießen deswegen ein Höchstmaß an Flexibilität. Außerdem ist das Engagement in Immobilienaktien bereits mit relativ geringen Beträgen sinnvoll. Schon für wenige Tausend Euro lassen sich Anteile an österreichischen Immobilienaktien erwerben, die eine Bereicherung für das private Portfolio darstellen. Zu Recht gelten österreichische Immobilienaktien als solide Veranlagungen, die ein überschaubares Risiko aufweisen. Anders als ihre deutschen Pendants sind die Immobilienaktien hierzulande gegenwärtig noch sehr moderat bewertet. Dies hat seine Ursache vor allem in den zahlreichen Skandalen, in die Immobiliengesellschaften in den letzten Jahren verwickelt waren. Doch heuer stehen die österreichischen Immobilienaktien gut da. Investoren haben die Wahl zwischen Gesellschaften, die sich auf Wohnimmobilien in österreichischen und deutschen Großstädten konzentrieren und Immobilienaktiengesellschaften, die hauptsächlich in Gewerbeimmobilien an interessanten Standorten in Österreich investieren.

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