Nachhaltige Veranlagung: Grünes Geld als Investment

Die nachhaltige Veranlagung von Vermögen erfreut sich auch in Österreich stetig steigender Beliebtheit. Laut dem Forum nachhaltiger Geldgedanken (FNG) ist das Volumen grün investierten Geldes im letzten Jahr um 27 Prozent angewachsen. Aktuell liegt die nachhaltige Veranlagung von Geldern bei einem Marktanteil von 4,5 Prozent, das entspricht einer nachhaltig investierten Summe von 7,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zu konventionellen Fonds wächst der Anteil grün investierter Gelder deutlich stärker. Doch was macht eine nachhaltige Veranlagung aus?

Diese Punkte zeichnen eine nachhaltige Veranlagung aus:

  • ökologische Aspekte,
  • ethische Aspekte,
  • weiters soziale Aspekte.

Solche Aspekte beeinflussen die Auswahl eines Fonds oder eines Investments. Bei einer nachhaltigen Veranlagung investieren Sie in Unternehmen, die sich durch ökologisch wertvolle Produkte oder Produktionsverfahren auszeichnen, die ein besonderes soziales Engagement zeigen oder mit ihren Mitarbeitern und Zulieferern nach sozial geprägten Grundsätzen und Leitlinien umgehen. Damit unterstützt jeder Investor Unternehmen, deren Geschäftspolitik sich positiv auf die Umwelt oder die Gesellschaft auswirkt. Ethisch-ökologische Geldanlagen bedeuten für die Anleger keinen Verzicht auf attraktive Renditen. Auf umweltschonende und sozial verträgliche Weise ist es Investoren ebenso gut möglich, ihre Anlage zu vermehren wie mit konventionellen Finanzprodukten. Grünes Geld oder nachhaltiges Investment sind oft Schlagworte, die sehr werbewirksam sind. Welche Schwerpunkte die einzelnen Unternehmen oder die Manager eines nachhaltigen Fonds genau setzen, müssen Anleger durch Informationsbroschüren, die Angaben in den Offerten und aktives Nachfragen jedoch selbst ermitteln.

Grüne Investitionen genau planen

Für Anleger und Anlegerinnen ist es nicht leicht, eine gute Beratung zum Thema nachhaltige Veranlagung zu erhalten. Generell gelten für diese ethisch-ökologische Form die gleichen Auswahlkriterien wie bei klassischen Fondsprodukten. Die Lebensplanung, das Einkommen, die steuerlichen Vorgaben und die persönliche Einkommenssituation müssen vorab genau geklärt sein. Je nach Lebenssituation und Einkommen sind verschiedene Anlageformen sinnvoll. Ein Anleger, der seine Kinder in der Zukunft absichern möchte, benötigt eine andere Strategie, als ein Investor, der in den nächsten Jahren eine größere Anschaffung plant. Auch das Volumen des zu investierenden Kapitals hat einen großen Einfluss auf die Entscheidung. Erst wenn die grundsätzlichen Fragen geklärt sind, kann die Auswahl eines geeigneten Finanzprodukts zur nachhaltigen Veranlagung beginnen.

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